trenner.jpg

Angeklickte Artikel:

Seitenaufrufe : 1308247
Banner
Wiking-Modellbau Drucken
Donnerstag, den 04. Februar 2010 um 23:55 Uhr

Blickpunkt 5.2.: Friedrich Karl Peltzer wurde am 5. Februar 1903 in Berlin geboren und ist Firmengründer des Modellautomobil-Herstellers Wiking. Schon während seiner Jugend bastelte er aus dem Holz von Zigarrenschachteln einfache Schiffsmodelle. Mit Hilfe seines dänischen Freundes begann er Anfang der 1930er Jahre Modellschiffe zu bauen. 1936 wurde „Wiking Modellbau ...
Peltzer & Peltzer“ in Berlin ins Handelsregister eingetragen. Zuerst produzierte die Firma Wiking Modellschiffe im Maßstab 1:1250, die so genannten "Wasserlinien-Modelle". Später auch Modelle von Flugzeugen, Autos und Wehrmachts-Einheiten im Maßstab 1:200.

Einer der Kunden war die Wehrmacht, die die Modelle zur Schulung und taktischen Planung verwendete. Nach dem Krieg produzierte Peltzer die so genannten „Verkehrsmodelle“ - Personenwagen, Lastwagen, Omnibusse und Zubehör für den Verkehrsunterricht, zunächst im Maßstab 1:100, später dann im angenäherten H0-Maßstab (1:90), um sie für die handelsüblichen Modelleisenbahnen passend zu machen.

Das war entscheidend für Wiking, da Modelleisenbahnen in den 50er Jahren sehr beliebt waren und die Kunden nach Zubehör Ausschau hielten. Wiking war bis 1978 (Einstieg von Herpa in den Markt für H0-Automodelle) ein Quasi-Monopolist in diesem Bereich.

Das teuerste jemals gehandelte Wiking-Modell ist ein maigrüner Mercedes-Tankwagen, der 1962 für die Firma Thyssen als Werbemodell produziert wurde. Auf der regelmäßig in Köln stattfindenden Wiking-Auktion erzielte das Fahrzeug 10.100 Euro im Juni 2006. Eine Dekorationsplatte mit elf Schiffsmodellen hat sechs Jahre zuvor 8.272 Euro erzielt.

Friedrich Peltzer starb am 20. November 1981 in Berlin.